Christian Seibert stammt aus einer Musikerfamilie und erhielt seinen ersten Klavierunterricht bei seinem Vater, dem Pianisten und Kammermusiker Prof. Kurt Seibert. Bereits im Alter von 16 Jahren begann er sein Studium bei Prof. Pavel Gililov an der Hochschule für Musik Köln, das er 2003 mit dem Konzertexamen abschloss. Ergänzend führten ihn Studienaufenthalte nach Wien sowie Meisterkurse zu Pianisten wie Bruno Leonardo Gelber und Rudolf Kehrer.
Erfolge bei internationalen Klavierwettbewerben, darunter der Robert-Schumann-Wettbewerb in Zwickau und der Busoni-Wettbewerb in Bozen, ebneten ihm den Weg zu einer internationalen Konzerttätigkeit. Seine Auftritte führten ihn unter anderem in die Londoner Wigmore Hall, den Münchner Gasteig und die Salzburger Residenz sowie zu internationalen Musikfestivals.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf der Musik der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und der Wiederentdeckung selten gespielter Werke. Zahlreiche CD-Einspielungen, unter anderem mit Kompositionen von Ernst Toch, Alexander Tansman und Nino Rota, fanden international Beachtung. Hinzu kommen Studio- und Live-Aufnahmen für Rundfunkanstalten wie den WDR, Deutschlandfunk und den Bayerischen Rundfunk.
Neben seiner Konzerttätigkeit widmet sich Christian Seibert der Konzeption und künstlerischen Leitung von Konzertreihen und Festivals. 2017 gründete er das Klavierfestival „PianOdra“ in Frankfurt (Oder). Er ist künstlerischer Leiter des Schwandorfer Klavierfrühlings.
Auch die Musikpädagogik ist Christian Seibert ein besonderes Anliegen. 2013 gründete er die KleistMusikSchule in Frankfurt (Oder), die er bis 2026 leitete.
Ein Schwerpunkt seiner pädagogischen Arbeit liegt auf der Entwicklung und Aufführung von Konzerten und Musiktheaterprojekten mit Kindern und Jugendlichen.

